Septorhinoplastik – Was hat’s gebracht?

Sooo… Warum kommt erst 2 Monate nach der OP ein Beitrag darüber? Eigentlich hatte ich geplant, direkt nachdem ich wieder zuhause war, über die Operation zu berichten, aber…
1.) war ich die Tage danach so am Ar***, dass ich gar keinen Nerv dafür hatte 😀 &
2.) – und das ist eig. auch der wichtigere Grund – nach so kurzer Zeit kann man noch gar nicht darüber urteilen, ob die ganze Sache erfolgreich war oder nicht..

Gut, genug gerechtfertigt, los gehts 😀 Ich kam am 9.3. morgens nüchtern in die Klinik in Tübingen & musste aufgrund ein paar organisatorischer Probleme direkt mal 2-3h länger warten als geplant. Als ich jedoch dann mein Zimmer bekommen habe, ging es plötzlich doch ganz schnell. Kaum hatte ich meine Tasche abgelegt, meinte die Schwester „So in ca. 10 Min. werden Sie dann abgeholt.“ 😀 Okaaaaay, alles klar..! Gott, ich war so nervös..
Danach kann ich mich noch dran erinnern, wie ich in den OP gefahren wurde & mit den Schwestern gesprochen hab. Von dem Moment als die Maske kam, weiß ich nix mehr. Plötzlich bin ich halt im Aufwachraum gelegen & alles war vorbei. (:
Als ich dann in mein Zimmer zurückgebracht wurde, wartete mein Freund dort schon auf mich. Voll erstaunt hab ich ihm dann gesagt, dass ich durch Nase und Mund gleichzeitig Luft bekomme &  ob das bei ihm denn auch so wäre!! :’D Klingt schon ziemlich dumm 😀 Wenn man das allerdings nicht gewohnt war, ist das erstmal schon ein mega tolles Gefühl!
So ca 1-2 Stunden später musste ich mich mehrmals übergeben – jedesmal n Haufen Blut – war nicht wirklich angenehm… (soll aber ganz normal sein, da während der OP manchmal Blut in den Magen gelangen kann).
Ansonsten war der erste Tag mit ausreichend Schmerzmitteln relativ gut auszuhalten.
Blöd war nur, dass man die ersten Wochen nur auf dem Rücken schlafen soll bzw. kann…
Für ca. 2 Wochen nach der OP hatte ich ’nen Gips auf der Nase, Schienen in der Nase & Fäden am Septum (also zwischen der Nase^^) & in der Zeit bildete sich in der Nase  innen zusätzlich noch eine schöne Kruste, sodass erstmal überhaupt keine Luft mehr durchkam.

Und was hat es (bis jetzt) gebracht???

Als die Schienen, Fäden, Gips & Blutkrusten dann endlich entfernt wurden, war es so ein befreiendes Gefühl & ich wusste, es war definitiv die richtige Entscheidung! 🙂
Momentan fühlt sich die Nase zwar leider oft verklebt an bzw. glaube ich, dass die Schwellung vielleicht noch nicht ganz weg ist, aber mal abwarten – im Juli ist der nächste Kontrolltermin.

Bis die Nase vollständig verheilt ist, dauert es schließlich bis zu einem Jahr. Von der Nasenspitze abwärts sind jetzt immer noch einige Stellen taub.

EINE Lösung für alles?!? :O

Schon lang hab ich mich gefragt,

warum ich beim Essen mit Freunden immer die Letzte bin, die fertig ist,
warum ich beim Joggen sofort außer Atem bin, obwohl ich regelmäßig ins Fitnessstudio gehe,
warum ich morgens immer müde bin – egal ob ich 4 Stunden oder 10 Stunden Schlaf hatte,
warum meine Lippe eigentlich immer total ausgetrocknet ist, auch wenn ich sie super pflege…

Dass es eine Antwort gibt, die all diese Fragen gleichzeitig beantwortet, kann man sich jetzt kaum vorstellen oder? 😀

Gibt es aber.

Und die Antwort ist…………meine Nase! 😀

Klingt vielleicht erstmal komisch, ist aber mein Ernst. Ok.. Hier mal kurz die Erklärung 🙂

Ich habe eine sehr schmale Nase, durch die ich nur sehr wenig Luft bekomme. Wenn ich z. B. etwas trinke, kann es schon auch mal vorkommen, dass ich danach erstmal nach Luft schnappe, was mich jedoch nie in irgend einer Weise gewundert hat – denn es war einfach schon immer so?! Kennt ihr das?
Erst als meinem Freund einige Dinge aufgefallen sind, die ihn darauf brachten, dass mit meiner Nase vielleicht etwas nicht so ganz in Ordnung ist, vereinbarte ich einen Termin in der HNO-Klinik.
Um ehrlich zu sein, hatte ich nicht damit gerechnet, dass dabei wirklich etwas rauskommt..
Doch erstaunlicherweise lagen meine Werte tatsächlich weit unter der Norm und meine oben gestellten Fragen waren plötzlich allesamt beantwortet.

Lösung? eine Offene Septorhinoplastik

Hierbei handelt es sich um eine innerliche als auch äußerliche Veränderung der Nase. Um die Korrektur optimal durchführen zu können, muss der Nasensteg durchtrennt werden. So kann quasi besser mit dem knorpeligen und knöchernen Nasengerüst „gearbeitet“ werden…
Da ich laut den Ärzten der HNO-Klinik eine Spannungsnase habe – jaa, ich hab das Wort vorher auch noch nie gehört^^ – drückt die gespannte Haut die ohnehin schon schmale Nase noch mehr zusammen; Folge: es kommt zu wenig Luft durch die Nase.

Meine OP ist übermorgen. Die Operation findet in Vollnarkose statt und wird ca. 2 Stunden dauern. Alles weitere werde ich euch ausführlich die nächsten Tage erzählen. 🙂
Oh man, ich hab jetzt schon Angst!! 😀